Nutzungs- und Verwaltungsordnung

Die Parteien können die Nutzung und Verwaltung des Miteigentumsobjektes institutionalisieren, durch eine Nutzungs-und Verwaltungsordnung:

Gesetzliche Grundlage

  • ZGB

Rechtsnatur

  • Dispositiver Regelung
  • Ausnahme
    • Zwingende Bestimmungen über die notwendigen und dringenden Massnahmen [vgl. ZGB 647 Abs. 2]

Form

  • Einfache Schriftlichkeit

Inhalt

  • Abweichende Regelung in der Nutzung und Verwaltung vom dispositiven Gesetzesrecht
  • Anmerkungsabrede [vgl. ZGB 647 Abs. 1, GBVo 54]

Vereinbarung

  • Einstimmigkeit

Anmerkung im Grundbuch

  • Anmeldung durch jeden Miteigentümer [vgl. GBVo 54 Abs. 1]
  • Anmerkung hat keine konstitutive Wirkung
  • Informationswirkung für Rechtsnachfolger
    • Einrede-Ausschluss, die Nutzungs- und Verwaltungsordnung nicht gekannt zu haben
    • Befreiung des Veräusserers von der ihm obliegenden Aufklärungspflicht bezüglich des Bestehens einer Nutzungs- und Verwaltungsordnung

Wirkung

  • Wirkung gegenüber Rechtsnachfolgern

Weiterführende Literatur: Wirkung der Anmerkung

  • LIVER PETER, Die Anmerkung, ZGBR 1969, S. 13
  • FRIEDRICH HANS-PETER, Stockwerkeigentum und Grundbuch, ZBGR 1964, S. 321 ff., insbesondere S. 351

Hinweise: Stockwerkeigentum

  • Dortige Bezeichnung
    • Benützungs- und Verwaltungsreglement
  • Sonderrechtsnachfolger

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